Deckbau

Aus HACSE
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Inhaltsverzeichnis

Zuerst

Jedes HACSE-Kartenspiel Deck enthält genau 18 standardisierte Kampfbefehle, 6 je Kampfbefehl, wie in dieser Vorlage.

Dadurch ist liegt die optimale Zahl an Karten insgesamt vermutlich zwischen 35 und 60, je nach Art des Decks. Da diese 18 Kampfbefehle für jedes Deck identisch sind, müssen sie nicht für jedes Deck neu ausgedruckt werden.

allgemeine Strategien

Es gibt, allgemein gesprochen, vier mögliche Strategien zum Sieg.

  • Der Angriff mit zahlenmässiger Überlegenheit, sowohl zum Geländegewinn als auch um möglichst viel Schaden anzurichten.
  • Der Angriff mit wenigen, schnellen und schwer zu stoppenden Einheiten, um durch grosse Geländegewinne den Sieg zu erringen.
  • Die Verteidigung mit einigen gezielten Gegenangriffen, um bestimmte wichtige Einheiten des Gegners zu zerstören, und den Gegner langsam zu zermürben.
  • Die totale Verteidigung, um möglichst wenige Einheiten und Gelände zu verlieren und gleichzeitig dem Gegner Verluste zuzufügen, um in einem finalen Angriff seine Überreste zu vernichten.

Jede der Strategien hat eigene Vorraussetzungen und bedarf gewisser Planung.

Angriff mit zahlenmässiger Überlegenheit

Um einen Angriff mit zahlenmässiger Überlegenheit durchführen zu können, brauch man sowohl sehr viele Einheiten, als auch sehr viele Kampfbefehle. Karten, welche Aktionen sparen oder das Ziehen von Karten ermöglichen, sind hier notwendig. Das führt leider auch dazu, das die eigenen Einheiten vermutlich einzeln nicht die Qualität des Gegners erreichen. Günstige, kampfstarke Artillerie kann zusätzlich grossen Schaden bei den Verteidigern anrichten. Gegenmassnahmen gegen diese Strategie sind, neben einer langen Frontlinie (viele Einheiten in der Front), die gezielte Zerstörung einzelner Feindeinheiten, um seine Anzahl zu reduzieren.

Sieg durch grosse Geländegewinne

Der Sieg durch grosse Geländegewinne macht es erforderlich, das die eigenen Einheiten im Angriff nicht niedergehalten werden, hohe Geländegewinne erzielen, oder beides. Naturgemäss sind Panzer dafür besonders geeignet, da ihre Panzerung einen Teil des Schadens abfangen kann, und der Gegner gezwungen ist, den Panzern Schaden durch Abwerfen seiner Handkarten zuzufügen. Es sind nur zwei oder drei erfolgreiche Angriffe zum Sieg notwendig, und die Zahl der notwendigen Kampfbefehle bleibt überschaubar. Zu beachten ist, das die meisten Panzer optimale Ergebnisse im Sturmangriff erzielen, es schadet daher nicht, einige Einheiten hinzuzufügen, die z.B. den Flankenangriff gut durchführen können. Gegenmassnahmen gegen diese Strategie sind entsprechend starke Verteidigungseinheiten (Paks, Jagdpanzer, ggf. Granatwerfer) und/oder zahlreiche Handkarten. Die Frontlinie muss auf den Gegner angepasst werden, da dieser sonst die schwächste Stelle angreift.

Verteidigung mit Gegenangriffen

Die Verteidigung mit Gegenangriffen ist dann erfolgreich, wenn dem Feind möglichst viele Einheiten vernichtet werden, ohne das es zu grösseren Geländeverlusten kommt. Neben starken Verteidigungseinheiten gegen jeden Typ in der Reserve, und genau so vielen flexiblen Verteidigungseinheiten in der Front wie nötig, braucht es Bomber, Panzer oder Artillerie, um im Gegenangriff grossen Schaden bei einigen wenigen Einheiten anzurichten, ohne selbst grosse Verluste zu erleiden. Gegenmassnahmen gegen diese Strategie bestehen in der Ausschaltung der Gegenangriffseinheiten oder eben dem selbst erfolgreich durchgeführten Angriff.

totale Verteidigung

Die totale Verteidigung benötigt keine speziellen Gegenangriffseinheiten, aber möglichst viele zuteilbare Reserveeinheiten sowie eine Front optimaler Länge (etwa so lang, wie dem Feind Angriffseinheiten zur Verfügung stehen), möglichst mit MGs oder Paks. Es ist wichtig, sowohl keine Geländeverluste zuzulassen, als auch bestimmte Feindeinheiten mittels Handkarteneinsatz in der Verteidigung zu vernichten. Eine hohe Kartenfluktuation ist daher ebenfalls notwendig. Gegenmassnahmen gegen diese Strategie zielen darauf ab, die Verteidigung gegen einen bestimmten Typ Einheiten zu schwächen und dann damit durchzubrechen, oder aber die Unterstützungseinheiten, welche eine sinnvolle Verteidigung ermöglichen, zu vernichten. Die Schwäche der feindlichen Fronteinheiten muss dabei ausgenutzt werden: Paks sind wehrlos gegen Artillerie und Flugzeuge, MGs richten auch wenig gegen Panzer aus.

Die einzelnen Einheitentypen

Jeder Einheitentyp hat, wenig überraschend, eigene Stärken und Schwächen. Die richtige Zusammenstellung und der richtige Einsatz der Einheiten sind daher spielentscheidend.

Infanterie

Ungepanzert, ohne Durchschlagskraft, langsam, ohne Reichweite und praktisch durch alles verwundbar, scheint die Infanterie der schwächste Einheitentyp im 2. Weltkrieg zu sein. Umgekehrt jedoch kann kaum eine Strategie ohne den richtigen Einsatz der Infanterie funktionieren. Die Infanterie ist günstig im Einsatz (erfordert meist nie das Abwerfen von Karten oder Opfern von Einheiten), kann im Sturmangriff Panzer unterstützen, in der Verteidigung eine lange Frontlinie bilden, oder als Spezialeinheit Panzerminen legen oder Fallschirmabwürfe durchführen. Die sowjetischen Schützen sind besonders leicht in Massen einzusetzen, die deutschen Schützen können mittels guter Rotation ihre Kampfkraft lange erhalten. Britische Schützen sind mit 2 inch Mörsern ausgestattet, mit welchen sie schnell Nebelwände legen und Scheinangriffe durchführen können. MGs sind die wohl besten Verteidigungseinheiten sowohl gegen Infanterie als auch gegen Tanketten, und können im langsamen Vorstoss auch im Angriff grossen Schaden anrichten und Gelände halten. Andere Infanterieeinheiten spezialisieren sich auf bestimmte Aufgaben.

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